narrenfreiheit
unlimited 23
Wels ist eigentlich eine sehr überschaubare Stadt. Man kennt die üblichen Verdächtigen eigentlich, vor allem die verschiedenen Vereine und Gruppen. Dachte ich zumindest, denn obwohl ich schon mein ganzes Leben hier verbringe, hab ich erst heuer mitbekommen, dass es hier ein sehr feines Festival für zeitgenössische Musik und Komposition gibt, das Unlimited Festival, das jedes Jahr vom Kulturverein Waschaecht im Schl8hof veranstaltet wird.
Dieses Jahr wurde das Programm von Ikue Mori kuratiert, die über die New Yorker No-Wave/Punk-Szene zur Musik kam, und mittlerweile eine wahre Meisterin der elektronischen Klangerzeugung ist. Sie arbeitete sehr früh mit elektronischen Drum-Maschinen und war auch eine Pionierin im Einsatz von Laptops während live-performaces.
Recht viel mehr wusste ich vorher nicht, außer dass die meisten Musiker aus dem Jazz-Bereich kamen. Also wurden meine Erwartungen nicht wirklich erfüllt, aber das was dann zu hören war, war viel besser!
Unibrennt: Aktionstag in Linz
Die Studentenproteste, die vor mehr als zwei Wochen in der akademie der bildenden Künste starteten, haben sich mittlerweile über ganz Österreich und mittlerweile auch über Deutschland und andere Teile Europas ausgeweitet. Letzten Donnerstag wurde ein nationaler Aktionstag organisiert, mit dem in ganz Österreich zu Protesten und Kundgebungen aufgerufen wurde, auch in Linz.
Anfangs skeptisch ob der Zahl der Demonstranten, kamen viele Leute erst später zum geplanten Treffpunkt und sogar die Polizei sprach am Ende von 1500-2000 Leuten, die vom Volksgarten über die Landstraße hinters Ars Electronica Center gingen, wo vor der Stadtwerkstatt die Abschlusskundgebung stattfand, und danach in der Stadtwerkstatt eine Diskusionsrunde mit u.a. Robert Menasse. Als berechtigter Party-Abschluss traten unter anderem Texta und The Royal Drive Affair auf .
shelter
landscape
Was mache ich hier eigentlich? Ich mache meine Fotos, stelle sie online und hoffe, dass es ein paar Leute interessiert. Es schwankt zwar stark, was welche Menschen wann (und vor allem: wie regelmäßig) interessiert, aber weil auch ein gewisser Selbstzweck da ist, mache ich weiter. Manchmal sogar mit Erfolg.
Aber es gibt auch noch andere Gründe, zum Beispiel mein Ideal einer Medienlandschaft. Der Musiker und Filmemacher Fred Frith sagt in seinem Film step beyond the border unter anderem:
People love to receive all kind of information. This information is usually coming from some central source, like a tv-station or government. And people don’t question this at all any more. But there a some things you can do, in cultural terms, that will make people react in a different way. More finding something in themselves, that they didn’t know about.
Das Internet ist natürlich der perfekte Ort und die beste Technik für diese freie Medienarbeit, die für eine mündige Gesellschaft sehr wichtig ist. Und auch wenn ich jetzt nicht der große Künstler oder Volksunterhalter bin, bietet mein Blog doch auch die Möglichkeit, sich seinen Medienkonsum selbst auszusuchen und bietet dafür zusammen mit der großen Anzahl an anderen Blog eine von vielen Alternativen.
Diese Möglichkeiten in großerem Maßstab und auf einer ganz anderen Ebene stellen freie Veranstaltungsorte und Kulturstätten dar, zum Beispiel der alte Schl8hof Wels. Dort findet bald ein ziemlich interessantes Festival statt, das Music Unlimited Festival
plain
still burning
Den Studenten reichts zu Recht und natürlich waren es die KünstlerInnen, die die Revolution gestartet haben. Von der Akademie Der Bildenden Künste ausgehend fanden sich in der letzten Woche in ganz Österreich StudentInnenenbewegungen zusammen, die für bessere Studienbedingungen, mehr Geld für die Unis sowie gegen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen (offizielle Forderungen) demonstrieren und zu diesem Zwecke unter anderem das Audimax der Hauptuni Wien besetzt halten.
nostalgic
absence
Foto, dass keine bekannte Welt darstellt, auch wenn es in ihr aufgenommen wurde. Licht, dass so nicht da ist, sondern erst durch Zeit und elektronische Algorithmen in der Kamera berechnet wurde. Bewegung, die kein Objekt durchführt, aber am Bild ist.
Platz für eigene Gedanken. Aufforderung zu Denken. Aufforderung zu Handeln.
Paravent.
Lesen und lesen lassen,
sich selbst oder die Anderen.
Bring Texte mit,
eigene oder fremde.
Nach Museumsbesuch passierte ein glücklicher Zufall. Alte Bekannte getroffen und gute Texte gehört.
In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen veranstaltet Nextext, die Jugend des Stifterhauses, offene Litertaturabende, bei denen jeder Schaffende kommen und vorlesen kann, oder jeder andere auch nur zuhören. Früher war ich oft dort, aber irgendwie hab ich diese Leute zwischen Matura und Fotografieren aus den Augen verloren. Was für ein Fehler!
































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